Kann man Epoxidharz schleifen?
Wer mit Epoxidharz arbeitet, muss die ausgehärtete Harzoberfläche irgendwann abschleifen. Dafür kann es verschiedene Gründe geben:
- Tragen eine zweite oder mehrere Schichten frisches Harz auf.
- Entferne Oberflächenunreinheiten wie Staub, Dellen oder Blasen.
- Scharfe oder unebene Kanten müssen korrigiert werden.
- Du bevorzugst eine matte Oberfläche gegenüber einer glänzenden.

Ich verstehe das – das Abschleifen eines ausgehärteten Werkstücks kann ganz schön einschüchternd wirken. Am wichtigsten ist, dass es anfangs völlig ruiniert aussieht, aber ich verspreche dir, das bleibt nicht so.
In diesem Beitrag zeige ich Dir alles, was Du über das Schleifen von Harz wissen mußt: von der Schutzausrüstung und der Auswahl des Schleifpapiers bis hin zu bewährten Vorgehensweisen und der Behebung häufiger Probleme.
Los geht's!
Welche Schutzausrüstung benötigt man beim Schleifen von Harz?
Checkliste für Schutzausrüstung:
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FFP2-Staubmaske: zum Schutz vor dem Einatmen von feinem Harzstaub.
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Schutzbrille: zum Schutz Deiner Augen.
- Handschuhe: Um zu verhindern, dass Harzstaub auf Ihre Haut gelangt. Robuste Nitrilhandschuhe aus dem Gastronomiebedarf eignen sich hervorragend.


Welche Körnung Schleifpapier eignet sich am besten zum Schleifen von ausgehärtetem Harz?
Das hängt ganz davon ab, was und warum man schleifen will bzw. muss.
Für die meisten Zwecke ist grobes Schleifpapier mit einer Körnung zwischen 80 und 120 völlig ausreichend. Wenn Du jedoch in der Nähe von blanken oder dünnen Stellen arbeitest, an denen das Kunstwerk freiliegen könnte, solltest Du feineres Schleifpapier verwenden, um Beschädigungen zu vermeiden.
Wenn Du ein mattes Finish erzielen möchten, benötigst Du Nass-/Trockenschleifpapier mit immer feineren Körnungen. (Wir werden etwas weiter unten genauer auf matte Oberflächen eingehen.)
Kann man Harz von Hand schleifen?
Absolut! Kleinere Harzprojekte schleife ich normalerweise von Hand, ein elektrischer Schleifer ist jedoch die bessere Wahl, wenn:
• Du an einem großen Kunstwerk arbeitest.
• Du eine dicke Schicht und / oder mehrere Harzschichten durchschleifen musst.
• Wenn Du z.B. einen Gegenstand wie Holz oder Kunststoff mit Harz überzogen hast und das gesamte Harz entfernen musst.
Wenn Du mit einem Schleifer arbeitest, ist das Wichtigste, den Schleifer die Arbeit machen zu lassen:
Setze den Schleifer mit der gesamten Schleiffläche auf dein Werkstück, vermeide ein Verkanten des Schleifers, das führt schnell zu Schlieren und tiefen Rillen, die Du später mühsam beheben musst.
Es ist außerdem wichtig, nicht zu lange an einer Stelle zu schleifen. Reibung erzeugt Hitze, die das Harz aufweichen könnte.
Welche Werkzeuge benötige ich?
Du brauchst ein paar einfache Werkzeuge zum Schleifen und Reinigen:
• Schleifpapier (oder ein elektrischer Schleifer): plus Schleifpapier mit einer Körnung zwischen 80 und 120
• Ein feuchtes Tuch oder Papiertuch: zum Abwischen von Gegenständen
• Ein Pinsel: zum säubern von strukturierter Bereiche
• Eine Nadel, eine weiche Zahnbürste oder eine Dose Druckluft: Diese Hilfsmittel erleichtern das Entfernen von Schleifstaub aus Rissen im Holz oder aus den durch Blasenbildung entstandenen Hohlräumen.
Wie kann ich den Glanz wiederherstellen, nachdem ich das Harz abgeschliffen habe?
Um den Glanz nach dem Schleifen wiederherzustellen, ist das Auftragen einer sehr dünnen Harzschicht die zuverlässigste Methode. Bei kleinen Flächen hilft ein Schaumstoffpinsel, die Harzschicht gleichmäßig aufzutragen. In manchen Fällen kannst Du auch Polyurethan- oder Autopolitur und ein weiches Tuch verwenden, um den Glanz wiederherzustellen.
1: Auftragen einer zweiten (oder dritten!) Harzschicht auf eine ausgehärtete Oberfläche
Beginnen wir mit dem Schichten – mit anderen Worten, Du möchtest eine weitere Schicht Harz auf dein Werkstück auftragen.
Die goldene Regel lautet: Wenn dein Harz ausgehärtet ist, musst Du es anschleifen. Es spielt keine Rolle, ob das Harz gestern oder vor einem Jahr ausgehärtet ist. Nach dem Aushärten ist ein Anschleifen vor dem Auftragen von neuem Harz unerlässlich.
Warum? Weil die Oberfläche aufgeraut werden muss, um eine gewisse Struktur zu erzeugen, an der die neue Harzschicht haften kann. Die frische Harzschicht verbindet sich mit dieser Struktur und bildet so eine sehr feste Verbindung mit der ausgehärteten Schicht.
Es ist wirklich wichtig zu beachten, dass, wenn Du dein ausgehärtetes Harz nicht angeschleifen hast, die Gefahr besteht, dass sich die frische Harzschicht später von der ausgehärteten Harzschicht ablöst oder trennt.
💡 TIPP: Wenn Dir das Schleifen zu mühsam ist und Du mehrere Schichten auftragen möchtest, gibt es einen Trick. Du kannst die nächste Schicht auftragen, sobald die erste Schicht etwa 3–5 Stunden ausgehärtet ist. Zu diesem Zeitpunkt ist das Harz zwar eingedickt, aber noch klebrig genug, damit sich die beiden Schichten verbinden und gemeinsam aushärten. Dies ist besonders hilfreich bei der Arbeit mit Formen, wo Schleifen nahezu unmöglich ist.
In diesem Fall ist unser Werkstück vollständig ausgehärtet, also schleifen wir es. Ich habe hier 80er-Schleifpapier, aber ehrlich gesagt, nimm einfach, was du gerade da hast. Ich persönlich würde nicht gröber als 80er oder feiner als 180er Körnung gehen, aber jedes Schleifpapier dazwischen ist geeignet. Du könntest sogar ein grobes Scotch-Brite-Pad verwenden.
Hier geht es nicht darum, Harz zu entfernen – es geht lediglich darum, die Oberfläche anzurauen, damit das neue Harz besser haften kann. Das ist alles.
💡 TIPP: Denke daran, beim Schleifen Handschuhe und eine Maske zu tragen.

Nachdem Du die Oberfläche, einschließlich der Seiten, angeraut hast, musst Du den Schleifstaub entfernen:
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Sauge den Staub ab oder wische ihn vorsichtig mit einem feuchten (nicht nassen) Papiertuch ab. Wiederhole den Vorgang, um auch die restlichen Feinstaubpartikel zu entfernen.
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Die Oberfläche vollständig trocknen lassen – Harz und Wasser vermischen sich nicht gut.
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Nach dem Trocknen gehe ich gerne noch einmal mit einem weichen Tuch oder Pinsel darüber, um sicherzugehen, dass alle Schleifreste entfernt wurden.

Okay, jetzt kommt der Teil, wo du vielleicht deine Entscheidung infrage stellst. :) Die Oberfläche sieht furchtbar aus, total zerkratzt, aber wir tragen jetzt eine frische Schicht auf, und es ist einfach magisch zu sehen, wie sie wieder zum Leben erwacht.

Ich hoffe, der Vergleich von vorher und nachher beruhigt dich. Jetzt, wo unser Harz gegossen ist, sieht es wieder strahlend und schön aus!
Einfach wie gewohnt abdecken, aushärten lassen, und keiner wird merken, dass es geschliffen wurde.

Was aber, wenn Du Kunstwerke auf die ausgehärtete Harzoberfläche aufbringen möchtest, bevor Du eine neue Schicht gießt?
Du könntest ein Muster mit Acrylfarbe malen, Blattgold auftragen oder Collage-Elemente hinzufügen.
In diesem Fall musst Du diese Stellen nicht anschleifen – die verwendeten Materialien sorgen für die nötige Struktur, damit die neue Harzschicht gut haftet. Du musst jedoch das ausgehärtete Harz um Ihr Motiv herum sorgfältig anschleifen, bevor Du die neue Schicht aufträgst.

Wenn Du an einem Stück Holz mit Löchern oder Rissen arbeitest, verwende einen trockenen Pinsel oder eine Dose Druckluft, um den ganzen Staub aus diesen kleinen Spalten zu entfernen.
Wenn Du durch Schleifen Blasen entfernt hast, gehst Du genauso vor: Eine weiche Zahnbürste oder ein spitzes Werkzeug hilft, den feinen Staub an den Stellen, wo die Blasen waren, zu entfernen. Es ist wichtig, den Schleifstaub zu entfernen, damit keine kleinen weißen Punkte auf deinem ausgehärteten Werkstück entstehen.


2. Fehler beheben
Kommen wir nun zum wahrscheinlich häufigsten Grund für das Schleifen – nämlich der Beseitigung von Unregelmäßigkeiten im Harz.
• Dabei könnte es sich um Staub, ein einzelnes Haar oder ein Insekt handeln, das während des Aushärtens in das noch feuchte Harz gefallen ist.
• Es könnten Oberflächenunebenheiten sein, die durch das Aushärten des Harzes bei zu kalten oder schwankenden Temperaturen entstehen.
• Es könnten Blasen auf der Harzoberfläche oder direkt darunter sein.
• Es könnte sich sogar um einen Kratzer handeln, der erst lange nach dem Aushärten des Harzes entsteht.
Was auch immer der Grund sein mag, die einzige wirkliche Lösung besteht darin, das Problem abzuschleifen und neu zu gießen.
Erinnerst Du dich noch, wie wir im letzten Abschnitt die Oberfläche zwischen den Schichten nur leicht angeschliffen haben? Diesmal wollen wir das Harz – das Harz mit den Unebenheiten – entfernen. Deshalb verwenden wir grobes Schleifpapier. Ich nehme hier 80er- Körnung, weil man damit in kurzer Zeit viel Harz abtragen kann.
Wie viel muss abgeschliffen werden?
Das hängt ganz davon ab, womit man es zu tun hat.
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Wenn sich überall Blasen oder Dellen auf der Oberfläche befinden, solltest Du das gesamte Werkstück gleichmäßig abschleifen..
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Wenn Du nur eine Stelle hast, die betroffen ist, wie zum Beispiel eine Fliege oder ein Staubkorn, schleife nur diese Stelle ab und rauen den Rest des Werkstücks leicht an.
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Wenn es sich um etwas Tieferliegendes handelt, wie eine Fliege oder eine eingeschlossene Blase, musst Du es abschleifen, bis es vollständig entfernt ist. Gehen dabei langsam vor und überprüfe regelmäßig den Schleiffortschritt. Ein leicht feuchtes Tuch kann helfen, die Trübung zu entfernen, damit Du sehen kannst, wo Du ggf. noch Schleifen musst.


Ein großer Vorteil von Harz ist seine Selbstnivellierungsfunktion. Du musst dir also keine Sorgen machen, falls Du an einer Stelle tiefer geschliffen hast. Sobald Du das Harz aufgetragen hast, fließt es dorthin, wo es benötigt wird, füllt zuerst die tiefsten Stellen und glättet dann die gesamte Oberfläche.
An Stellen, an denen die Gefahr besteht, das Kunstwerk zu beschädigen, wie z. B. bei blanken Stellen oder dünnen Harzschichten, kann es hilfreich sein, feineres Schleifpapier zu verwenden, um mehr Kontrolle zu haben. Nimm Dir Zeit. Schleife vorsichtig und langsam. Dann sollte alles gut gehen.


Kann man nur eine einzelne Stelle ausbessern, ohne die gesamte Oberfläche abschleifen zu müssen?
Diese Frage bekommen wir oft gestellt: Muss ich wirklich das gesamte Stück abschleifen und neu gießen, wenn es nur einen kleinen Fehler gibt? Kann ich nicht einfach nur diese eine Stelle abschleifen und neu harzen?
Das ist eine berechtigte Frage. Die Antwort ist wahrscheinlich nicht die, die Du hören möchtest.
Wir raten von punktuellen Ausbesserungen ab, da es schwierig ist, ein nahtloses Ergebnis zu erzielen. Man sieht fast immer die Umrisse der Ausbesserungsstelle.
Durch das Abschleifen und erneute Beschichten des gesamten Werkstücks erhält man hingegen einen glatten, gleichmäßigen Guss.
Schaue Dir den direkten Vergleich unten an – eine Seite wurde ausgebessert, die andere komplett abgeschliffen und neu „lackiert“. Das Ergebnis spricht für sich!
Natürlich liegt die Entscheidung ganz bei dir und hängt auch von deinem Kunstwerk ab: Bei detailreichen oder strukturierten Motiven fällt die Ausbesserung vielleicht gar nicht auf. Und ehrlich gesagt, im schlimmsten Fall versuchst du erst einmal, die Stelle auszubessern. Wenn dir das Ergebnis nicht gefällt, kannst du das Ganze immer noch abschleifen und mit einer neuen Harzschicht überziehen.



3. Wie man scharfe oder unebene Kanten abschleift
Scharfe oder unebene Kanten können entstehen, insbesondere beim Gießen von Harz in Formen. Während das Harz aushärtet und sich glättet, kann es an den Seiten der Form hochsteigen und einen dünnen, erhabenen Rand bilden, der sich recht scharf anfühlen kann.

Um diese Kanten zu glätten, verwenden manche Künstler gerne ein Entgratungswerkzeug, das die Kanten abträgt.
💡 TIPP: Sei äußerst vorsichtig – Entgratwerkzeuge sollten erst nach etwa 24 Stunden an noch nicht vollständig ausgehärtetem, flexiblem Harz verwendet werden. Diese Werkzeuge sind sehr scharf, und Du könntest dich beim Bearbeiten von ausgehärtetem Harz leicht schneiden.

Wenn man nicht vorsichtig ist, können Entgratungswerkzeuge auch eine raue, unsaubere Kante erzeugen.

Ich persönlich bevorzuge es, die Ränder mit einer Nagelfeile oder eine kleine Feile zu bearbeiten. Das ist schonender und ermöglicht eine bessere Kontrolle.

Alternativ kannst Du dein Werkstück flach auf ein Blatt Schleifpapier legen und es vorsichtig in kreisenden Bewegungen drehen, um eine schöne, gleichmäßige Oberfläche zu erzielen.
💡 TIPP: Versuche das Werkstück nicht an derselben Stelle hin und her zu bewegen, ohne es zu drehen, da Du sonst wahrscheinlich eine ungleichmäßige Kante erhälst.

Statt die Kanten abzuschleifen, kann man auch etwas Harz in die Vertiefung gießen. Dadurch entsteht eine schöne, gewölbte, glasartige Oberfläche. Das Ergebnis ist ein tolles Finish, aber bedenke, dass es für Untersetzer und andere Gegenstände, die flacher sein sollten, möglicherweise nicht ideal ist.

Ein weiteres häufiges Problem bei Gussformen? Die Form lag möglicherweise nicht ganz eben, als das Harz aushärtete. Wenn Du das fertige Werkstück herausnimmst, liegt es unter Umständen nicht plan auf.
Zum Glück lässt sich das leicht beheben – man muss es nur so lange über Schleifpapier führen (und dabei kreisende Bewegungen ausführen), bis alles eben ist.


Wie man den Glanz nach dem Schleifen von Harzkanten wiederherstellt
Wie erhält man den Glanz zurück, nachdem man geschliffen hat?
Hier sind ein paar einfache Möglichkeiten, um geschliffenem Harz wieder Glanz zu verleihen:
• Trage mit einem Schaumstoffpinsel eine sehr, sehr dünne Harzschicht auf. Verwende dabei nur weniger Harz um Tropfenbildung zu vermeiden.
• Verwende ein Polyurethan auf Wasserbasis für ein glänzendes Finish, ohne eine weitere Harzschicht aufzutragen.
• Versuche es mit Polierpaste oder Autopolitur und einem weichen Tuch, um deinem Schmuckstück wieder einen schönen Glanz zu verleihen.

4. Schleifen für eine matte Oberfläche
Und schließlich – vielleicht ist dir ein Hochglanz-Finish für Dein Harz gar nicht so wichtig. Ein sanftes, seidenmattes Finish kann absolut wunderschön aussehen – und ist einfacher zu erzielen, als Du vielleicht denkst!
Sehe Dir unten unseren direkten Vergleich an:

Um ein mattes Finish zu erzielen, benötigst Du ein vollständig ausgehärtetes Harz, etwas Nass-/Trockenschleifpapier in immer feineren Körnungen (ich habe 320, 600 und 1500 verwendet), eine Sprühflasche mit Wasser und ein weiches Tuch.
Zum Schluss kann man noch etwas Wachs darüber geben, um genau den richtigen Glanz zu erzielen – von einem samtig-matten Finish bis hin zu einem dezenten, sanften Schimmer.
Beginne damit, die Oberfläche anzufeuchten und sie mit 320er-Körnung abzuschleifen. Dabei bildet sich eine Paste, wenn sich der Schleifstaub mit dem Wasser vermischt.



Fahre mit 600er-Körnung fort, dann mit 1500er- Körnung. Schleife stets mit Wasser und wischen die Oberfläche zwischen den einzelnen Durchgängen sauber. Vergewissere Dich, dass Du mit dem Finish der Oberfläche zufrieden bist, bevor Du zur nächsten Körnung übergehst. Sollten noch Kratzer sichtbar sein, musst Du möglicherweise zur vorherigen Körnung zurückkehren und erneut schleifen.


Nach dem Schleifen das Werkstück gründlich mit Wasser absprühen und abwischen Diesen Vorgang wiederholen, bis alle Schleifreste entfernt sind. Anschließend das Werkstück gut abtrocknen.

Anschließend mit einem weichen Tuch eine dünne Wachsschicht auftragen und in kleinen kreisenden Bewegungen einreiben, um die Oberfläche zu polieren. Wer mag, kann auch eine Poliermaschine verwenden, je öfter man poliert, desto glänzender wird das Ergebnis.


Höre mit dem Polieren auf, wenn kein Schleier mehr zu sehen ist und Du mit dem Ergebnis zufrieden bist – egal ob es sich um ein super weiches Matt oder etwas mit einem leichten Glanz handelt.

Kurz zusammengefasst: Wichtige Tipps zum Schleifen von Harz
• Trage beim Schleifen von Harz immer eine Staubmaske.
• Ausgehärtetes Harz sollte angeschliffen werden. Da es glatt ist, entsteht durch das Anschleifen die nötige Struktur, an der die neue Harzschicht besser haften kann. Farbe oder andere Materialien auf der Oberfläche können die Haftung des neuen Harzes ebenfalls verbessern.
• Verwende grobes Schleifpapier, z. B. mit einer Körnung von 80, um Oberflächenunebenheiten zu entfernen. Wenn Du die Oberfläche zwischen den Schichten lediglich anrauen willst verwende, einfach was Du gerade zur Hand hast, idealerweise zwischen 80 und 120 Körnung.
• Schleife so tief, dass Unebenheiten und Fehler beseitigt werden, aber achte besonders auf Stellen wie Lufteinschlüsse oder Risse im Holz. Entferne den Schleifstaub aus diesen Bereichen, bevor Du eine neue Schicht Harz aufträgst.
• Vermeide es, so tief zu schleifen, dass das Kunstwerk beschädigt wird. Schleife die Bereiche, die nur dünn mit Harz überzogen sind vorsichtig mit feinerem Schleifpapier an, damit Dein Kunstwerk nicht beschädigt wird.
• Punktuelles Ausbessern ist knifflig und führt selten zu einem nahtlosen Ergebnis. Es ist besser, die gesamte Oberfläche abzuschleifen und neu zu gießen.
• Stelle den Glanz wieder her, indem Du eine dünne Schicht Harz, Klarlack oder Autopolitur aufträgst.
• Für ein mattes Finish verwende Nassschleifpapier und arbeiten dich mit verschiedenen Körnungen vor, bis die Oberfläche glatt ist. Anschließend mit Wachs versiegeln und mit einem weichen Tuch polieren, bis der gewünschte Glanzgrd erreicht ist.
Das Schleifen von Harz kann unsauber aussehen und stressig sein, ist aber ein normaler Teil des Prozesses. Egal, ob Du Schichten auftragen, Fehler ausbessern oder ein mattes Finish erzielen möchtest – folge einfach den Schritten, und Dein Werkstück wird am Ende professionell und makellos aussehen.
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